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| Profitieren von Nanotechnologie. Aktien der Zukunft
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Abwechslungsreich, Spannend, Übersichtlich und Umfassend
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Profitieren von Nanotechnologie. Aktien der Zukunft (Gebundene Ausgabe) Die „Nanotechnologie" hat mir zu Beginn des Jahres mehrere Freistunden versüßt. Ohne große Denkarbeit ist mir die zweiteilige Gliederung ins Auge gefallen, in der jeder der beiden Autoren sich selbst verwirklichen konnte: Zu Beginn wird offensichtlich, daß Philip Lenz die Materie der Nanotechnologie leicht verständlich erklärt, aber dennoch tiefe und vor allem spannende Einblicke in diese neuartige Wissenschaft gibt. Es gelingt ihm, anstatt eines detailliert-wissenschaftlichen Werkes einen übersichtlichen und mitreißenden Bericht über die Zukunft zu schreiben, der durch viele Beispiele sehr praxisnah wirkt.
Eben diese Praxisnähe macht dieses Buch so wertvoll: Es wendet sich nicht ausschließlich an den Physiker, sondern auch an den naturwissenschaftlich nicht sonderbar begabten, aber zumindest im Biologischen durchaus interessierten Leser wie - Überraschung: Mich...
Wichtig zu erwähnen ist die Erfassung des gesamten Spektrums der Nanotechnologie. Nicht nur die Rolle des in den Wissenschaftssendungen im TV viel beschworenen Assemblers wird aufgeführt, sondern auch auf Materialeigenschaften oder bereits marktreife Nanoröhren wird eingegangen. Für Wirtschaft als auch Privatpersonen ist selbstverständlich die vorgestellte Art neuer Computer besonders reizvoll. Die Bedeutung der DNA als Speicherstoff wird nicht unterschlagen und durchaus realistisch bemessen.
Anschließend bezieht sich Marco Beckmann auf die nanotechnisch involvierten Unternehmen. Großartig sind die Porträts. Besonders bei den kleinen Unternehmen wird eine neutrale Darstellung der wichtigsten Geschäftsfelder deutlich. In wenigen Sätzen wird die Firmengeschichte aufgeführt, bis der Autor die aktuelle Geschäftslage beschreibt und Aussichten auf Gewinne aus dem Engagement in dem kommenden Industriezweig erläutert. Aus den letzten Jahren haben die Anleger schmerzlich lernen müssen, welchen Stellenwert Recherche hat. Genau dies haben Beckmann und Lenz getan. Jedes aufgeführte Unternehmen besitzt ein Fact Sheet mit den wichtigen - ich betone: den wichtigen, also qualitativ wertvollen Informationen, woran sich der Leser wunderbar orientieren kann.
Was ich allerdings bei den Aktienporträts im Zusammenhang mit der Nanotechnologie vermißt habe, ist die Höhe des Anteils der Nanotechnologie am Gewinn. Gerade bei Chemieriesen wie BASF, die am Markt als „langweilig" und als „Witwen- und Waisenpapiere" verspottet werden, ist der Anteil der dynamischen Industrie Nanotechnologie für den Investor und Leser interessant und von besonderer Bedeutung. Daraus läßt sich erschließen, inwieweit bereits heute Geld mit dieser Technik verdient wird und wo welche Gewinne in der Zukunft möglich sind.
Bevor ich es vergesse: Von entscheidender Bedeutung ist natürlich auch der einleitende Part zu den Nanostocks. Aufgezeigt werden nicht nur die anschließend angewandten Kriterien, sondern auch Kernpunkte, auf die es beim Aktienkauf von Nanostocks ankommt.
Beim Zusammenfügen der beiden Teile wird die herausragende Professionalität bei der Entstehung dieses Werkes für den mittlerweile leicht geschulten Leser und Rezensenten sichtbar: Sie greifen ineinander und gehen nahtlos ineinander über; noch nicht einmal mit einem stilistischen Umbruch. Hier ist wird echte Teamarbeit deutlich und das exzellente Können der Mitwirkenden. Es beginnt kein neuer Ansatz in der Erläuterung. Damit wird die gute Abstimmung bei den Autoren deutlich.
Wir finden durch diese Zweiteilung fast schon eine Art Road-Show für eine gesamte Branche. Genau das ist es, was Investoren suchen: Die Darstellung der wichtigen Fakten zur Wissenschaft und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft von anerkannten und geschätzten Experten in qualitativ ausgezeichneter und glaubwürdiger Form.
In welchem Grade sie allerdings recht behalten werden und wie sehr neue Computer unser (Wirtschafts-) Leben revolutionieren oder die Medizin Fortschritte macht oder, für uns am allerwichtigsten, wie sehr man an den Aktienmärkten von dieser Technik profitieren kann, bleibt nach wie vor der Zukunft überlassen...
Für das erste Buch überhaupt über Nanotechnologie in Zusammenhang mit Investments ist es beispiellos. Wenn ich meine persönliche Meinung äußern darf: Ich bin sicher, daß der FinanzBuch Verlag Pioniergeist bewiesen hat und neue Grenzen gezogen hat. Vielleicht wird dieses Buch einmal der Maßstab für neue Literatur und Investments in der Nanotechnologie sein. Ohne Vorbild ist es auf alle Fälle, doch auch absolut betrachtet ist es einfach super.
Nebenbei - das sei noch hinzugefügt - eine nette Abwechslung an der Börse. Ein Ausflug in andere Ecken und Bereiche des Parketts. Diese lockere Herangehensweise kommt in der Fachliteratur häufig zu kurz und macht eigentlich viel Spaß!
So möchte ich mich mit den Worten Hans-Olaf Henkels abschließen: „Wer gegenwärtig zwischen zwei Buchdeckeln Orientierung in der Nanowelt sucht, findet sie hier."
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 27. März 2003 | | |
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